VSG Altglienicke ist Berliner Landespokal-Sieger!

Artikel vom 24. Mai 2026

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    Die VSG kam gut in die Anfangsphase dieses Pokalendspiels vor 7.639 Zuschauern im Mommsenstadion. Zwei Minuten waren gespielt, als sich Dominik Schickersinsky durch die BFC-Abwehr nach vorne kämpfe, aber sein Schuss ging knapp links am Tor vorbei. Kurz darauf vergab ebenso Mehmet Ibrahimi. In der 8. Minute wurden die bis dahin spielstärkeren Altglienicker eiskalt erwischt, als es im eigenen Strafraum eine fehlende Abstimmung zwischen Kapp und Schickersinsky gab, so dass BFC-Offensivmann Ivan Knezevic den Ball übernahm und volley zum 0:1 ins Netz beförderte. Trotz des Rückstands lagen die besseren Möglichkeiten weiter bei Altglienicke, man blieb aber zu ungenau Zählbares daraus zu machen. In der 38. Minute fiel endlich der vermeintliche Ausgleich durch Tim Rieder, der jedoch wegen Abseits vom Schiedsrichterteam nicht gegeben wurde. Unmittelbar vor dem Pausenpfiff glichen die Altglienicker aber dann wirklich aus, als Sydney Sylla eine Kopfballablage von Nietfeld nutzte und mit einem kräftigen Schuss unter die Latte zum 1:1 vollstreckte (45.+2). Alles damit wieder offen ging es in die Pause.

    Nach dem Seitenwechsel drohte in der 48. Minute Ungemach, als Schickersinsky an der Strafraumgrenze die Schulter von Willi Reincke berührte, der augenblicklich auch zu Fall kam. Schiedsrichter Schröder sah das als innerhalb des Strafraums geschehen an und entschied daher auf Foulelfmeter. Leandro Putaro ging für den BFC eilig zum Elfmeterpunkt, bis dann von der Trainerbank das ungewöhnliche Kommando kam, er muss raus und wird ausgewechselt durch BFC-Stürmer Rufat Dadashov. Der frisch eingewechselte Dadashov schoss halbhoch in die rechte Ecke, wo VSG-Keeper Luis Zwick den Ball erfolgreich abwehrte. In der 61. Minute hätte Jonas Nietfeld die Altglienicker in Führung bringen können, aber sein Kopfball knallte lediglich an die Latte. Danach wurde der BFC etwas stärker. So verfehlte in der 69. Minute Leander Fritzsche für die Hohenschönhausener nur knapp den Kasten. Ab der 88. Minute musste schließlich die VSG in Unterzahl spielen, nachdem Mehmet Ibrahimi ein Foul an Mattmüller beging und mit Gelb-Rot vom Platz musste. Am Ende der regulären Spielzeit blieb es beim 1:1 – Verlängerung.

    In dieser blieb die VSG-Defensive stark gegen immer neue Bemühungen des BFC. In der 103. Minute landete dann eine Flanke von Nikos Zografakis bei Jonas Nietfeld, der zur 2:1-Führung der Altglienicker hineinköpfte. Zografakis hatte auch kurz vor Ende der Verlängerung noch eine Chance zum Erhöhen, schoss aber die Kugel drüber. Kurz darauf kam noch mal der BFC gefährlich, aber den Schuss von Jamal Rogero parierte Zwick zur Seite. Dann war das Spiel aus und die VSG Altglienicke konnte ausgelassen den Erfolg feiern, nachdem zunächst noch durch Polizeikräfte ein versuchter Platzsturm von BFC-Ultras unterbunden werden musste. Zum zweiten Mal nach 2020 ist die VSG Altglienicke Berliner Pokalsieger. Damit verbunden ist die Teilnahme am DFB-Pokal 2026/27.
    Gegen welchen Erst- oder Zweitligisten es dann für uns in der 1. Hauptrunde zwischen den 21. und 24. August geht, entscheidet die Auslosung am 6. Juni.
    Übrigens gab es noch eine weitere Auszeichnung bei dem Finale. Als Man of the Match wurde der Siegtorschütze Jonas Nietfeld ausgezeichnet.

    Tore: 0:1 Knezevic (8.), 1:1 Sylla (45.+2), 2:1 Nietfeld (103.)

    Aufstellung: Zwick – Weik, Roßbach, Kapp, Tezel – Ibrahimi, Rieder, Sylla (76. Türpitz, 116. Kizildemir) – Saliger (81. Friedrich), Schickersinsky (90. Zografakis), Nietfeld (120. Qenaj)

    Gelbe Karten: Schickersinsky, Türpitz, Roßbach, Zwick

    Gelb-Rote Karte: Ibrahimi (88.)

    Zuschauer: 7.639

    Joachim Schmidt